1. Allgemeines
Añoti ist ein Vorort beziehungsweise im eingegliederten Umland von Arrigoti. Faktisch ist es ein kleines Dorf und sehr xeruskadisch geprägt. Lange Zeit durch Abwanderung geprägt zieht es nun viele Städter in das beschauliche Dorf. Mit seinen 974 Einwohnern ist es kaum eine Stadt und lebt primär von Wandertourismus und Weinbau. Es ist eine Auspendlergemeinde und hat eine öffentliche Verkehrsverbindung nach Arrigoti. Das Dorf hat ein durchschnittlich niedrigeres Einkommen als der Rest des Landes.
2. Geographie, Klima & Natur
Añoti ist eingebettet in das abgeschiedene Tuco-Tal. Dieses Tal zeichnet sich durch Hügel und Berge sowie ausgedehnte Wälder aus. Die Berghänge sind dicht mit Eichen- und Kastanienwäldern bewachsen, während sich in den Tälern Heidekraut, Farne und im Frühjahr bunte Wildblumen ausbreiten. Obstbäume und vereinzelt kleine Weingärten prägen das Bild der Kulturlandschaft, wobei Weinbau in geringem Umfang betrieben wird. Generell ist die landwirtschaftlich ökologisch geprägt.
Die Böden des Tals bestehen überwiegend aus mineralreichen Lehmböden, durchzogen von kieshaltigen Abschnitten, die sowohl Feldfrüchte wie Kartoffeln aber auch den begrenzten Anbau von Weinreben begünstigen. Die landwirtschaftliche Nutzung erfolgt weitgehend in traditioneller Weise, ohne den Einsatz von Mechanisierung. Was auch aufgrund der Höhenlage und Bewaldung kaum möglich ist. Die Hügel führen auch zu minimaler Schaf- und Ziegenhaltung und eine kleine traditionelle Käserei existiert bei den Nonnen.
Das Klima befindet sich in einer Übergangszone aus feuchtmilden maritimen Küstenklima zum trockenen Kontinentalklima. Aufgrund der durchaus starken Temperaturunterschiede im Vergleich zur Küste oder anderen Medanik-nahen Regionen wird die Gegend auch scherzhaft als "Añdroti" bezeichnet.
In den Wäldern und Feldern finden sich zahlreiche Tierarten, darunter Wildschweine, Rehe, Füchse und Raubvögel einen Lebensraum.
3. Geschichte
Die Ursprünge des Dorfs reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Die ersten Aufzeichnungen belegen eine Siedlung, die um eine schlichte romanische Kapelle entstand, die später zu einem Kloster erweitert wurde. Noch heute lebt hier eine kleine Ordensgemeinschaft von Nonnen, die in traditioneller Handwerkskunst und der Pflege des gemeinschaftlichen Gartens ihre Aufgaben finden. Teilweise übernehmen sie auch präventive soziale und gesundheitliche Aufgaben.
Trotz der Herausforderungen der Jahrhunderte zeigte sich Añoti widerstandsfähig. Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Reblauskrise weite Teile der Region in eine landwirtschaftliche Krise stürzte, blieb das Dorf erstaunlicherweise verschont. Die Weinreben der Region widerstanden dem Schädling weitgehend, und die Einwohnerzahlen blieben stabil. In Xeruskadi gibt es den Witz, dass das daran läge, dass sogar den Reblausen der Wein aus Añoti zu sauer wäre.
Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts brachte die verstärkte Mechanisierung der Landwirtschaft tiefgreifende Veränderungen mit sich. Die Nachfrage nach Arbeitskräften auf den Feldern nahm rapide ab, und viele junge Dorfbewohner sahen sich gezwungen, in städtische Regionen abzuwandern, um dort Arbeit zu finden. Zurück blieben vor allem die älteren Generationen und die Nonnen des Klosters, die weiterhin das spirituelle und kulturelle Zentrum des Dorfes bildeten. Auch die Ziegenlandwirtschaft ist weiterhin intakt.
Heute steht Artzalde exemplarisch für den Kampf vieler kleiner Dörfer, die trotz gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen ihre Traditionen und ihr Erbe bewahren wollen. Das Kloster und seine Nonnen sind dabei ein Symbol für Beständigkeit und Hoffnung in einer Welt des Wandels.
4. Demographie
| Jahreszahl | 1848 | 1900 | 1930 | 1960 | 1990 | 2010 | 2020 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1314 | 1578 | 1482 | 1134 | 922 | 1047 | 1032 | 974 |
5. Kultur
Trotz der Abwanderung hat Añoti seinen typischen Charakter bewahrt und reiht sich ein in Ortschaften, die den Nationalstolz von Xeruskadi hochhalten. Besucher werden von den engen, gepflasterten Gassen und den traditionellen Steinhäusern empfangen, die Geschichten von Jahrhunderten erzählen. Die Klosterglocken erklingen noch immer über dem Tal und erinnern an eine Zeit, in der das Dorf von der Kraft des Glaubens und der Gemeinschaft getragen wurde. Es gibt auch eine kleine Dorfbücherei und einen Kindergarten, der aber schlecht besucht ist und nur mit Müh' und Not aufrecht erhalten werden kann.